Anonym im Internet surfen – so können Sie Ihre Identität verschleiern

6 Regeln für sicheres Surfen

Das Internet ist voll von neuen Ideen, Kommunikationswegen und es vernetzt die ganze Welt. Lassen Sie sich das nicht von Kriminellen oder Schadsoftware vermiesen! Unsere 6 Regeln für sicheres Surfen bereiten Sie bestens auf die tägliche Internetnutzung vor!

Benutzen Sie verschiedene Passwörter pro Postfach

Aktualisieren Sie Ihre Programme

Erkennen Sie Phishing im Voraus

Erkennen Sie gefälschte Internetseiten

Installieren Sie eine Firewall

Installieren Sie Antiviren-Software

Vergleichen Sie Ihre Passwörter immer mit Ihrem Schlüsselbund. Wenn einer Ihrer Schlüssel gleichzeitig Haustür, Auto und Tresor öffnet, machen Sie es Dieben sehr leicht!Übrigens: Mit der Satzmethode merken Sie sich Passwörter leichter! Manchmal scheint die Liste an Updates endlos lang und man klickt sie lieber weg. Updates verbessern aber die Stabilität und Sicherheit Ihrer Software. Führen Sie deshalb unbedingt regelmäßig Updates durch!Phishing-E-Mails sind dazu gemacht, Sie über den Tisch zu ziehen. Der Absender gibt sich gerne als namhafte Firma aus und drängt Sie sehr aggressiv zu einer Zahlung oder der Eingabe Ihrer Zahlungsinformationen. Gehen Sie nicht darauf ein! Rufen Sie im Zweifel bei der entsprechenden Firma an und fragen nach.Sie erkennen Fälschungen an Details wie dem Design oder fremdsprachigem/fehlerhaftem Textinhalt. Besonders verräterisch ist aber die Internetadresse. Vertrauenswürdige Seiten haben ein „https“ am Anfang.Eine Firewall ist wie ein Türsteher für Ihren Computer. Ungeladene Gäste bleiben draußen! Es gibt eine große Auswahl an Firewalls. Lassen Sie sich am besten eine von Ihrem Technik-Profi empfehlen.Laden Sie unbeabsichtigt Schadsoftware herunter, wird diese von Antiviren-Software erkannt und entfernt. Auch hier gibt es eine große Auswahl kostenloser Lösungen.

Mit diesen 5 Tipps surfen Sie sicher im Internet

Das Internet ist in vielen Bereichen eine Welt voller Fallstricke. Kriminelle Hacker entwickeln immer neue Methoden, um Anwender auf gefälschte Websites zu locken, ihre Kontoinformationen auszuspähen oder ihren Rechner beim Besuch einer Site mit Malware zu infizieren. Gleichzeitig versuchen Unternehmen, Profile der Besucher ihrer Websites anzulegen, um ihnen individuell angepasste Werbung zeigen zu können. Dadurch geht jedoch die Anonymität beim Surfen im Internet verloren.

Alle großen Browser verfügen über ein umfangreiches Repertoire an Datenschutzfunktionen; zudem erhalten sie regelmäßig Updates, um neu erkannte Sicherheitslücken zu stopfen und den Nutzer vor Angriffen aus dem Web zu schützen. Dennoch empfiehlt es sich, zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen, um Ihren PC gegen Eindringlinge abzuschotten und Ihre Privatsphäre zu bewahren. Auf den folgenden Seiten finden Sie fünf Tipps, wie Sie neue und auch einige bereits länger bekannte Sicherheitstechniken für sich nutzen.

1. Sicheren DNS-Server wählen

Eine der wichtigsten Stützen für das Internet ist das DNS-System (Domain Name Service). Jede Website besitzt eine einmalige IP-Adresse, die allerdings in nahezu allen Fällen über eine Adresse wie etwa www.pcwelt.de angesteuert wird. Dieses System vereinfacht die Suche nach Webauftritten und ganz generell die Streifzüge durchs Netz – „pcwelt.de“ kann man sich einfacher merken als die IP-Adresse 108.138.36.93. Aber auch die E-Mail-Kommunikation basiert auf dem DNS-System.

Für die Zuordnung der Eingabe von www.pcwelt.de zur IP-Adresse der Site ist ein DNS-Server – in der Fachsprache ein DNS-Resolver – bei Ihrem Provider zuständig. Er führt eine Datenbank, in der die Adressen vermerkt sind. Sollte er eine Adresse einmal nicht kennen, leitet er die Anfrage an eine übergeordnete Instanz weiter.

Auch Google betreibt unter den IP-Adressen 8.8.8.8 sowie 8.8.4.4 zwei DNS-Server. Sie sind frei zugänglich und können von jedem Anwender ohne Anmeldung genutzt werden. Google stellt diesen Service allerdings nicht ohne Hintergedanken zur Verfügung: Denn bei jeder Abfrage erfährt der Konzern, welcher Computer von welcher IP-Adresse aus welche Websites ansteuert. Diese Informationen nutzt das Unternehmen zur Vervollständigung seiner Benutzerprofile. Hinzu kommt, dass die Provider aus Kostengründen zunehmend auf den Betrieb eines eigenen DNS-Servers verzichten und die Anfragen ihrer Kunden stattdessen an Google weiterleiten, das auf diese Weise seine Datensammlung immer mehr erweitern kann.

Um Anwendern eine Alternative zu bieten, die ihre Privatsphäre respektiert, haben die gemeinnützigen Organisationen Packet Clearing House (PCH) und Global Cyber Alliance (GCA) zusammen mit IBM und weiteren Partnern den DNS-Dienst Quad9 gegründet. Der Name weist auf die IP-Adresse des DNS-Dienstes der Organisation hin, sie lautet 9.9.9.9. Dahinter steht ein System von 150 DNS-Servern, die auf 90 Länder verteilt sind. Die durch Spenden finanzierte Organisation hat seit 2021 ihren Sitz in der Schweiz, da Quad9 dort aufgrund der Gesetzeslage nicht zur Speicherung und Weitergabe von Kundendaten verpflichtet ist.

Gemeinnützige Organisationen haben zusammen mit IBM die Organisation Quad9 gegründet, die unter der IP-Adresse 9.9.9.9 nicht überwachte und nicht gespeicherte DNS-Abfragen anbietet.

Quad9 schützt Sie gleich auf zwei Arten: Zum einen werden Ihre DNS-Anfragen nicht gespeichert und nicht zum Anlegen eines Benutzerprofils verwendet. Zum anderen filtert der Dienst bekannte und neu erkannte, bösartige Websites aus seiner Datenbank. Die Benutzer können also Sites, die Malware und Spyware verbreiten, Phishing betreiben oder zu einem Botnet gehören, über die Eingabe von Webadressen nicht erreichen.

So setzen Sie Quad9 ein: Den Wechsel vom DNS-Resolver Ihres Providers zu Quad9 führen Sie am besten in Ihrem Router durch. Auf diese Weise sind die Einstellungen auf einen Schlag für alle Geräte in Ihrem Netzwerk gültig. So gehen Sie bei der Fritzbox vor: Rufen Sie die Bedienoberfläche der Box auf und gehen Sie auf „Internet –› Zugangsdaten“. Wechseln Sie zum Register „DNS-Server“ und markieren Sie „Andere DNSv4-Server verwenden“. Tippen Sie dann neben „Bevorzugter DNSv4-Server“ die Adresse 9.9.9.9 ein und bestätigen Sie mit „Übernehmen“.

Anonym surfen: Diese Tools schützen Sie im Internet

Für Ihr Heimnetz tragen Sie die DNS-Adresse von Quad9 am besten im Router ein. Auf diese Weise ist die Einstellung im gesamten Netzwerk gültig und muss nicht für jedes Gerät gesondert angepasst werden.

2. Einen sicheren Browser benutzen

Die drei großen Browser Chrome, Edge und Firefox bieten ein Höchstmaß an Sicherheit. Das bestätigt auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), das die drei Programme im Jahr 2020 sowie den damals noch verfügbaren Internet Explorer 11 anhand seiner Mindeststandards bei Webbrowsern bewertete. Als bestes Produkt empfahl das Amt damals Firefox ESR, eine für Unternehmen, Schulen und Universitäten konzipierte Variante des Open-Source-Browsers mit einem verlängerten Support.

Das BSI hat 2020 Chrome, Firefox, Edge und Internet Explorer mit seinen Anforderungen an einen sicheren Webbrowser verglichen. Lediglich der Internet Explorer konnte in einigen Punkten das geforderte Sicherheitslevel nicht erreichen.

Wenn Sie sichergehen wollen, dass Ihre Bewegungen im Internet nicht verfolgt werden und Sie bei Besuch von Websites anonym bleiben, greifen Sie zum Tor-Browser. Dabei handelt es sich um eine weitere Version von Firefox, die für die Benutzung des Tor-Netzwerks konfiguriert ist. Dieses Netzwerk leitet Ihre Website-Aufrufe nach einem Zufallsprinzip über drei Server um. Als Nachteil müssen Sie in Kauf nehmen, dass das Surfen im Internet dadurch deutlich verlangsamt wird. Dafür verzichtet der Tor-Browser jedoch bereits in der Grundeinstellung auf das Speichern von Cookies und Verlauf und lässt keine fremden Add-ins zu. In den höheren Sicherheitsstufen blockiert die Software auch das automatische Abspielen von Videos, schränkt die Ausführung von Javascript ein und verhindert sogar das Laden von Bilddateien.

Der Tor-Browser auf Firefox-Basis ist die sicherste Möglichkeit, im Internet anonym zu bleiben. Die IP-Adresse des Benutzers wird durch mehrere Umleitungen des Datenverkehrs verschleiert.

3. Phishing-Schutz einschalten

Phishing-Sites sind oft aufgemacht wie die real existierenden Websites von Banken oder großen Onlinehändlern wie Amazon und Ebay. Kriminelle Gruppen versuchen so, die Besucher zur Eingabe ihrer Kundendaten zu bewegen, um anschließend ihr Konto zu plündern oder auf ihre Kosten Waren zu bestellen.

Um die Anwender davor zu bewahren, bietet jeder große Browser einen Phishing-Schutz, der Sie vor dem Aufruf solcher Seiten warnt. Dahinter stehen ständig aktualisierte Datenbanken, die die Eingaben der Benutzer mit den Adressen bekannter Phishing-Sites abgleichen.

In Firefox finden Sie den Phishing-Schutz unter „Einstellungen –› Datenschutz & Sicherheit“ im Abschnitt „Sicherheit“. Stellen Sie sicher, dass dort Häkchen vor den Schutz- und Zertifikatoptionen stehen.

Bei Google Chrome finden Sie die Einstellungen für den Phishing-Schutz, indem Sie rechts oben auf die drei Punkte klicken und „Einstellungen“ wählen. Gehen Sie dann auf „Datenschutz und Sicherheit –› Sicherheit“ und aktivieren Sie „Erweitertes Safe Browsing“. In Mozilla Firefox öffnen Sie rechts oben das Menü mit den drei Strichen, wechseln zu „Datenschutz & Sicherheit“, scrollen nach unten und setzen Häkchen bei allen Optionen unter „Schutz vor betrügerischen Inhalten und gefährlicher Software“ und „Zertifikate“. In Microsoft Edge gehen Sie ebenfalls zum Einstellungsmenü rechts oben. Klicken Sie auf „Datenschutz, Suche und Dienste“, scrollen Sie nach unten zum Bereich „Sicherheit“, und aktivieren Sie dort die Optionen „Microsoft Defender SmartScreen“ und „Potenziell unerwünschte Apps blockieren“.

Anonym im Internet surfen – so können Sie Ihre Identität verschleiern

Anonym im Internet surfen – so können Sie Ihre Identität verschleiern

Von letzte Aktualisierung am: 14. September 2022

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Nutzer sollten auf ihre Privatsphäre achten

Ohne IP surfen: Anonym im Internet – wie ist das möglich?

Das Internet bietet großartige Möglichkeiten, hat aber auch seine Schattenseiten. Die Organisation vor allem persönlicher Informationen wirft rechtliche Fragen auf, welche noch vor einigen Jahren in der Form kaum denkbar gewesen wären.

Der Sensibilisierung für die eigenen digitalen Daten wird auch in Zukunft ein großer Stellenwert zukommen. In Anbetracht ständiger Skandale rund um mangelnden Datenschutz im Internet empfinden viele Nutzer zunehmend den Wunsch, weniger von sich preiszugeben – häufig ohne genau zu wissen, wie dies bewerkstelligt werden kann. Anonym surfen im Web – wie geht das? Hier finden Sie eine Übersicht über mögliche Methoden.

FAQ: Anonym surfen Wie kann ich anonym im Netz surfen? Wer anonym surfen will und wem der Inkognitomodus nicht ausreicht, der kann bspw. einen Proxy-Server verwenden, der eine andere IP-Adresse zuteilt, wodurch zahlreiche Infos wie etwa der Standort nicht weitergegeben werden. Der VPN-Client ist eine weitere Möglichkeit. Was spricht dafür, anonym im Internet unterwegs zu sein? Durch zahlreiche Informationen, die User dem Netz zur Verfügung stellen, sind ganze Nutzerprofile erstellbar. So entstehen auch sog. Filterblasen, die etwa nur noch Suchergebnisse anzeigen, die zum Suchverhalten des Nutzers passen. Cookies tragen einen wesentlichen Teil dazu bei. Wenn Sie anonym im Web surfen, können Sie solche Filterblasen vermeiden und erhalten eine größere Vielfalt an Informationen. Was sollte ich dabei beachten? Auch wenn Sie anonym surfen wollen, sollten Sie auf Ihrem Rechner stets alle Sicherheitsupdates installieren. Dadurch machen Sie es Trojanern und Malware schwieriger, Ihre persönlichen Daten auszuspähen.

Zunächst einmal: Welche Daten hinterlasse ich eigentlich?

Unerkannt surfen – das klingt nicht nur erstrebenswert, sondern auch ein bisschen verwegen. Dabei handelt es sich in der Praxis weniger um geheimnisvolle Vorgänge als um konkrete technische Angebote, welche Nutzer in ihrer täglichen Internetroutine einbauen können.

Um deren Funktionen zu begreifen, müssen Nutzer sich über eines im Klaren sein: Das freie Internet ist weitläufig dezentral. Es existiert keine große Datenbank, auf welcher alle Informationen über die eigene Person liegen. Entsprechende Daten werden mal hier, mal dort hinterlassen; wer also anonym surfen möchte, sollte wissen, welche Informationen überhaupt geschützt werden sollen.

Der sprichwörtliche “digital footprint” ist keineswegs eine kohärente Datenmenge, sondern setzt sich aus einer Vielzahl verschiedener Informationen und Metainformationen zusammen.

Anonym online surfen: Erst mal sollte Ihnen klar sein, welche Daten Sie verbergen möchten

Zu diesen zählen vor allem:

Die eigene IP-Adresse

Anfragen in Suchmaschinen

“ Ausfüllfelder ” in Formularen

” in Formularen Die E-Mail-Adresse

Seitenbesuche

Interneteinkäufe

Aktivitäten in Chatforen

Hier kommen natürlich noch all jene Informationen hinzu, die über soziale Netzwerke – beruflich oder privat – bereitwillig ins Netz gestellt werden.

Die Daten mögen verstreut sein, können und werden jedoch miteinander abgeglichen und zusammengeführt – Stichwort „Profiling“. Eigentlich ein Begriff aus der Kriminalistik meint es die oft unrechtmäßige Zusammenführung und Auswertung von Informationen, welche eindeutig auf eine natürliche Person zurückzuführen sind. Auf diese Weise kann ein umfassendes Bild einer Person entworfen werden: Nutzungsverhalten, persönliche Vorlieben, private Konten und Nachrichten. Dies hat nicht nur großen markttechnischen Wert; die Möglichkeiten von Propaganda und gezielter Meinungsbeeinflussung sind enorm.

Wie kann ich anonym im Web surfen?

Aufs Wesentliche heruntergebrochen können hier zwei unterschiedliche Vorgehensweisen unterschieden werden: Entweder wird die eigene Datenmenge durch verschiedene Vorkehrungen begrenzt oder die eigenen Daten werden anonymisiert bzw. verschlüsselt. Dementsprechend gibt es unterschiedliche Mittel und Wege, wie Nutzer online anonym surfen können.

Der Inkongnito-Modus im Internetbrowser schränkt die Datenmenge nur begrenzt ein

Auch eher unerfahrene Nutzer dürften ihn kennen: den Inkognitomodus oder auch Privatmodus. Nahezu alle gängigen Netbrowser-Anbieter haben eine solche Funktion integriert. Durch gezieltes Ansteuern wird ein meist abgedunkelter Tab geöffnet, welcher ein Anonym-Surfen im jeweiligen Browser verspricht. Konkret bedeutet das: Seitenbesuche werden nicht im eigenen Browserverlauf verzeichnet, Cookies und Zugangsdaten werden nicht abgespeichert und nach dem Schließen des Browsers werden besuchte Seiten nicht automatisch wieder aufgerufen. Auch Eingaben in Suchfelder werden nicht verzeichnet.

An der Oberfläche sieht dies sehr gründlich aus, jedoch findet diese „Bereinigung“ nur auf Seiten des Users statt. „Inkognito Surfen“ bedeutet hier lediglich, dass entsprechende Daten nicht vom Browseranbieter aufgezeichnet werden. Seitenanbieter vermerken trotzdem weiterhin Ihren Besuch!

Proxy-Server: Mit anderer IP-Adresse surfen

Nutzer sind in der Regel stets mit einer IP-Adresse ausgestattet. Die Abkürzung steht für „Internet Protocol“ und meint eine Zahlenfolge, welche Auskunft über die Art des Internetzugangs und die jeweiligen technischen Endgeräte geben. Die IP-Adresse ist also die eigene Anschrift im World Wide Web.

Möchten Nutzer anonym surfen, kann ein Proxy-Server die eigene IP-Adresse verschlüsseln und somit eine Zuordnung verhindern.

Sie können anonym surfen, indem ein Proxy-Server zwischengeschaltet wird

Ein Proxy ist im Grunde genommen nichts anderes als ein Schnittpunkt zwischen zwei Rechenstellen, welche miteinander kommunizieren. Normalerweise nimmt ein Proxy keinen Einfluss auf die Daten, welche weitergegeben werden; ein Proxy-Server hingegen kann durchgehende Datensätze verändern, bevor er sie weitergibt.

Wenn User einen solchen Proxy-Server für ihren Browser zwischenschalten, dann wird die IP-Adresse verschlüsselt bzw. verändert an den Server des jeweiligen Seitenbetreibers weitergegeben. Sie können also ohne Angabe Ihrer eigenen IP im Web surfen. Auf die Art werden Informationen über den Rechner, den Standort und den Internetanbieter, den der Nutzer verwendet, nicht übermittelt.

Anonym surfen über einen VPN-Klienten

Ähnlich wie der Proxy-Server kann ein VPN-Client dazu verwendet werden, um im Internet anonym bzw. versteckt surfen zu können. VPN ist kurz für „Virtual Private Network“, zu Deutsch „virtuelles, privates Netzwerk“. Es handelt sich dabei ebenfalls um eine Technik, welche die IP-Adresse des Nutzers verschlüsselt – mitunter besteht die Möglichkeit, die IP einer bestimmten Stadt oder eines bestimmten Landes zu wählen.

Abgesehen davon ist ein VPN-Client eine gern genutzte Möglichkeit, um bestimmte Ländersperren bei Streaming-Diensten zu umgehen; Provider können beim Schalten eines VPN-Clienten ja nicht auf den Standort zugreifen bzw. ein anderer Standort wird mitgeteilt.

Eine IP-Adresse kann umgeleitet oder verschlüsselt, jedoch nicht aufgehoben werden. Völlig ohne IP zu surfen ist nicht möglich, die eigentliche IP wird lediglich vom eigentlichen Nutzer und dessen Informationen abgekoppelt.

Deaktivierung von Cookies

Wer anonym surfen möchte, der kann nicht nur seine Adresse im Internet verbergen; auch die Erfassung des eigenen Surf-Verhaltens mindert die Privatsphäre des Einzelnen. Dies wird online hauptsächlich durch Cookies realisiert. Hinter dem kindlichen Namen verbergen sich kleine Textdateien, welche in den Browserverlauf des Nutzers platziert werden und fortan mit dem Provider kommunizieren. Auf die Art kann aufgezeichnet werden

wann, wie oft und wie lange ein Nutzer die gleiche Seite verwendet

ein Nutzer die gleiche Seite verwendet welche Voreinstellungen getätigt wurden

getätigt wurden mitunter kann auch der Browserverlauf zu Teilen ausgelesen werden

Cookies richten per se keinen Schaden an – ist die Funktion bestimmter Angebote doch auf das Setzen von Cookies angewiesen. Dennoch macht deren Wirkweise die Erstellung eines umfangreiches Nutzerprofils möglich.

Anonym surfen: Durch den Download einer Metasuchmaschine werden Anfragen vom Nutzer abgekoppelt

Verschiedene Stellen setzen Cookies; nicht nur Webseiten selbst, sondern auch Werbeanzeigen oder Datenanalysetools, die Provider zur Optimierung ihres Angebotes verwenden.

Um eine Erfassung durch solche Cookies zu verhindern und fortan geheim zu surfen, können bereits gesetzte Cookies im Browser gelöscht bzw. deren Einsatz grundsätzlich unterbunden werden. Wenn Sie dies tun, müssen Sie sich jedoch darüber im Klaren sein, dass bestimmte Angebote dann mitunter nicht oder nur noch teilweise in Anspruch genommen werden können.

Metasuchmaschinen: Verdeckt Surfen auch beim Suchen

Der häufig zu wünschen übrig lassende Datenschutz bei Google, Bing und Co. hat in den letzten Jahren vermehrt für harsche Kritik gesorgt. Nutzer und deren Suchanfragen werden nicht nur umfassend erhoben und zusammengeführt; basierend auf Suchgewohnheiten werden sogenannte „Filterblasen“ geschaffen. Usern werden dann bei einer Suche eher Ergebnisse eingespielt, die zu ihrem bisherigen online-Verhalten passen – was natürlich im Umkehrschluss dazu führt, dass andere Informationen außen vor bleiben.

Bei der Benutzung von Suchmaschinen ist ein Anonym-Surfen zum einen dahingehend sinnvoll, als dass Suchanfragen vom Nutzer abgekoppelt werden – auf diese Weise sollen Nutzer geschützt werden und gleichzeitig exakte Suchergebnisse erhalten. Zum anderen sind die Suchergebnisse dann weniger von berechneten Interessen oder gar bezahlten Inhalten durchsetzt.

Möchten Sie anonym surfen, kann statt Google und Ähnlichem eine sogenannte Metasuchmaschine verwendet werden. Diese funktionieren meist mit denselben Algorithmen, anonymisieren Suchanzeigen jedoch und greifen auch anderweitig keine Informationen über Sie ab.

Der Browser „Tor“ – anonym im Netz durch mehrfache Umleitung

Wer sich über das Anonym-Surfen im Online-Bereich informiert, wird kaum um das Projekt „Tor“ herumkommen. Das um die Jahrtausendwende initiierte Anonymisierungsnetzwerk funktioniert, vereinfacht gesprochen, über mehrere Proxyserver und Netzwerke, welche ausgehende Nutzerdaten verschlüsseln und turnusmäßig Daten löschen.

Dieses umfassende Anonym-Surfen, welches die Software verspricht, ist gleichzeitig der größte Kritikpunkt an dem Dienst. Dadurch, dass Informationen eben hochgradig verschlüsselt sind, ist Tor theoretisch für illegalen Missbrauch verwendbar.

Vernachlässigen Sie nicht Ihre Sicherheitsupdates!

Auch wenn Sie anonym bzw. verschlüsselt im Netz surfen, besteht immer die Gefahr, dass Ihre persönliche Daten durch Trojaner und ähnliche Malware ausspioniert wird. Aus diesem Grund sollten Sie stets aktuelle Antivirenprogramme verwenden und Ihren Rechner in regelmäßigen Abständen auf Bedrohungen scannen lassen.

Vollständig anonym im Internet zu surfen ist nicht möglich

Komplett unsichtbar im Internet surfen – das ist (noch) nicht möglich

Gleichwohl mehrere Möglichkeiten bestehen, im Internet anonym zu surfen und die Menge der eigenen Daten zu begrenzen: User hinterlassen in der Regel immer Spuren auf die eine oder andere Weise. Dies hat nicht immer nur mit Datensammelwut oder Auspionieren zu Gewinnzwecken zu tun; für manche Angebote ist es unerlässlich, Informationen über Nutzer zu speichern und zu verwerten.

Zudem sollte an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, dass Möglichkeiten der Verschleierung nicht nur Gutes bewirken. Anonymisiert zu surfen, ist auch vorteilhaft für kriminelle Aktivitäten, Absprachen und Organisation – unbescholtene Bürger sollten nicht ohne deren Wissen oder gar gegen deren Willen bespäht werden, gleichzeitig sollen aber kriminelle Kräfte im Netz dingfest gemacht werden können. Der Spagat erweist sich häufig als schwierig.

Wie eingangs bereits angedeutet, stellen die hier erläuterten Methoden keine komplette Anonymität da, sondern begrenzen lediglich eine Datenerhebung. Komplett anonym zu surfen, ohne jegliche Spuren zu hinterlassen, ist im freien Internet zum jetzigen Zeitpunkt nicht machbar.

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Tracey is the Contributing Editor for Foodies100, Tots100, Hibs100 and Trips100. She also blogs at PackThePJs. Tracey writes mainly about family travel; from days out to road trips with her pet dogs, to cruises and long-haul tropical destinations. Her family consists of her husband Huw, a medical writer, Millie-Mae (14), Toby (12) and Izzy and Jack the spaniels